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Ernährung

Mit jedem Bissen, den wir zu uns nehmen, lösen wir einen Insulinschub aus. Sobald Insulin vorhanden ist, erhält die Fettzelle den Befehl zu Speicherung...

Mit jedem Bissen, den wir zu uns nehmen, lösen wir einen Insulinschub aus. Sobald  Insulin vorhanden ist, erhält die Fettzelle den Befehl zu Speicherung von Energie. Auch wenn die Fettzelle gerade in der Lipolyse-Phase (Fettabbau-Phase) war, unterbricht sie diese Aktivität, um Fette zu speichern.

Bei einem geregelten drei-Mahlzeiten-Rhythmus gibt es drei Mal täglich einen Höhepunkt bei der Insulinausschüttung. Es erfolgt automatisch eine Fettaufbau-Phase. Der Insulinspiegel fällt nach ca. einer Stunde wieder ab und die Lipolyse setzt ein. Die Lipolyse erfolgt umso schneller, je höher unser Energiebedarf ist (wenn wir Sport treiben beispielsweise). Dieser Insulinschub wird bereits mit der kleinsten Nascherei oder einem Snack (auch der "harmloseste" Apfel) oder auch beim Verzehr von zuckerhaltigen Getränken ausgelöst, was natürlich verheerende Folgen für die Figur hat.    

Was tun:

  • Fruchtsäfte, Limonaden, selbst Light-Getränke meiden oder zu den Mahlzeiten einnehmen, aber auf keine Fall zwischendurch.
  • Keine Mahlzeit auslassen: Der Synchronismus von Fettaufbau und -abbau kommt durcheinander. Man kommt ausgehungert nach Hause und stürzt sich auf das Erstbeste, was einem in die Hände fällt. Weitere Falle: das verpasste Mittagessen mit einem üppigen Abendessen nachholen. Abends läuft die Fettspeicherung nämlich auf Hochtouren.
  • 70 bis 80% der Nahrungszufuhr sollte in der ersten Tageshälfte mit einem leichten Abendessen zum Abschluss stattfinden.


Kohlehydrate: "Langsame Zucker" (Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Linsen, Bohnen, Erbsen...) liefern notwendige Energie für unsere Bewegungen und die Organfunktionen. Bei längerer Anstrengung sind sie unbedingt erforderlich. Kohlehydrate sollten ca. 55% unserer Nahrungszufuhr ausmachen.

  • Schnelle Zucker vor allem am Morgen (erhöhter Energiebedarf des Körpers).
  • Kohlehydrate-Zufuhr am Abend einschränken (erhöhte Glucose-Speicherung).


Eiweiß: Bringt uns Aminosäuren für Erhalt, Wachstum und "Instandsetzung" unseres Gewebes und ist Grundstoff für lebenswichtige Substanzen (Hormone, Enzyme...). Tierische Eiweiße (Fleisch, Eier, Milchprodukte) und pflanzliche Eiweiße (Getreide, Soja, Hülsenfrüchte) sollten ca. 15% unserer Nahrungzufuhr ausmachen.

  • Vor allem Abends


Fette: Sie sind unsere "Hauptenergielieferanten" und für den Stoffwechsel unbedingt erforderlich. Die gesättigten Fettsäuren (tierischer Herkunft) sind nicht unbedingt die gesündesten. Ungesättigte Fette aus Fischen und Pflanzen enthalten wertvolle Linolen- und Gammalinolensäuren sowie einige fettlösliche Vitamine (A, E).

  • Am besten zum Tagesbeginn (erhöhter Energiebedarf des Körpers).
  • Ungesättigte Fettsäuren am Abend.

 

Ballaststoffe: Sie spielen eine wichtige Rolle im Ernährungsgleichgewicht. Sie regulieren die Fettaufnahme, bremsen die Kohlehydrate-Aufnahme und den Verdauungsfluss. 30 bis 40g pro Tag (z. B. aus Vollkornbrot) sind ein Muss.

  • Jederzeit.
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